Juni 17, 2016

Im Laufe einer Freundschaft

Hallöchen und herzlich Willkomen zu einem neuen Freitags-Post.

Sonst geht es ja immer ziemlich Beauty-Haul-Top5 technisch zu, heute muss ich leider eine etwas andere Schiene fahren, denn im Moment beschäftigt mich das Thema Freundschaft sehr oft.
Ihr fragt euch wieso?

Ich war noch nie ein Mensch, der sehr viele Freunde hatte und das fand ich auch ganz gut so, denn ich bin der Meinung, dass man lieber nur eine Handvoll gute und echte Freunde hat, anstatt hunderte Freunde, die sich nicht für dich und dein Leben interessieren und nur online bestehen.

Im Laufe der Zeit hat sich meine Zahl der Freunde deutlich minimiert und irgendwie habe ich das Gefühl, dass Soziale Netzwerke und das Internet nicht Freundschaften hält, sondern eher zerstört.
Klar, man kann so immer chatten, whatsappen, Bilder schicken, Sprachnachrichten verschicken, Alles teilen, was einen bewegt - doch wer liest das und reagiert darauf?
Das habe ich auch in meiner Chronik festgestellt. Es gibt die ein oder zwei Freunde, die immer auf Like klicken und etwas kommentieren. Wo sind die Anderen? Anscheinend sind wir in einer Gesellschaft angekommen, wo alles nur noch ohne Kommentar gelesen wird. Es gibt wenn dann ein Like und das wars.
Doch ist das Freundschaft ?

Ich kann mich noch genau an meine Kindheit und Jugend erinnern. An die kleinen Zettel, die man sich im Unterricht schrieb, an das gesprochene Wort, während man sich von Angesicht zu Angesicht über neue Dinge austauschte, ohne einen Bildschirm. Früher gab es sogar noch das extragefaltete Din-A4 Blatt, dass man mit ein paar Kniffen in einen kleinen Brief verwandelt hatte. So habe ich Wochen und Monate mit einer Freundin, die nicht in meiner Schule war, geschrieben. Immer fand man etwas im Briefkasten, worüber man sich dann am Nachmittag gefreut hat und gleich zurückgeschrieben hat.
Oder man hat sich spontan einfach am Nachmittag getroffen und einfach diesen miteinander verbracht. Einfach abhängen, über das Reden, was man so gemacht und getan und was einen eben so bewegt.

Für mich ist jedoch diese Art der Freundschaft aufgrund von Umzügen und Neubekannschaften komplett gestorben. Schade, denn man kann sich ja leider nicht teilen und an allen Orten gleichzeitig sein, auch wenn man das gerne würde.

Klar, irgendwer kommt jetzt und sag 'Ey, du willst ja nur Aufmerksamkeit. Geh doch mal raus und lern neue Leute kennen.'
Könnte ich machen, aber wäre es dasselbe wie damals? Nein, ich denke nicht. Jeder ist irgendwie nur noch auf sein Handy versteift, schreibt oder spricht Nachrichten oder telefoniert. Wieso kann niemand mehr einfach mal das Handy weglegen und einfach mal offline sein?

Es gibt sicherlich die ein oder anderen Ausnahmen, doch leider ist das in meinem Umfeld so. Man hat Freunde, die schon Kinder haben und aufgrund dessen weggezogen sind und kaum Zeit haben oder man hat Freunde, die man irgendwann übers Internet kennengelernt hat und am Anfang lief es auch supi, weil eben alles neu war - doch irgendwann bleibt alles auf der Strecke und man kriegt nicht einmal ein 'Hi' Zustande, ist aber dennoch fast Dauer-Online.

Komische Welt - irgendwie wünschte ich mir, dass es ein wenig so wie früher wäre. Ein wenig unmoderner und unelektronischer.

So, ein paar Worte und Gedanken später, hoffe ich, dass ich ein wenig zum Nachdenken anrege. Wenn nicht und ich eure Zeit verschwendet hab - Tut mir leid.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

XO Samy

Kommentare :

  1. Ja Freunde kommen und gehen im Leben. Umso älter man wird bleibt nur noch eine Handvoll übrig. Es ist dann auch schwer noch welche zu finden. Die Familie steht dann über alles.

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    1. Stimmt, da hast du Recht. Familie geht wirklich über alles, weil die hat man immer an seiner Seite.
      Ich wünsche dir ein schönes Wochenende :)

      XO Samy

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